Somatic Experiencing

Somatic Experiencing/SE ist eine psychophysiologisch orientierte Behandlungsmethode zur Auflösung der Folgen von Schock und Trauma, eine körperorientierte Traumatherapie.

Die Ausbildungs-, Forschungs- und Behandlungsprogramme beruhen auf der Erkenntnis, dass das fundamentale Geschehen bei Trauma körperphysisch, organisch und unbewusst ist und auf einer Konditionierung beruht. Traumata können sich aber als körperliche und psychische Traumafolgeerkrankungen (Posttraumatische Belastungsstörung, chronische Schmerzen, Syndrome u.a.m.) im Nervensystem und im Körper der Betroffenen manifestieren. Symptome werden durch eine Dysfunktion / Dysregulation des vegetativen Nervensystems und nicht durch das Ereignis selbst verursacht.

Die somatische Sichtweise hilft, Trauma als Dysregulation autonomer Körperprozesse zu verstehen. Mit der Etablierung eines resilienteren Nervensystems gelingt die Auflösung der Dissoziation, erworbener Stressmuster und somatisierter Traumaerinnerungen in Körper und Psyche. Der Zugang zur Heilung erfolgt dabei über die nicht direktive Arbeit an traumatischen Erfahrungen über die Körperwahrnehmung („Felt sense“), die eigenen Ressourcen und die Freisetzung von im Körper und im Nervensystem blockierter und eingefrorener Energie. Das Trauma wird körperlich, emotional und geistig neu verhandelt.

SE gründet sich auf die Erkenntnisse Peter Levine’s und der Neurowissenschaften, die Polyvagale Theorie und die psychotraumatologische Forschung.