Chronische Schmerzen

Für die Entstehung chronischer Schmerzen wie Fibromyalgie, Migräne u.a. kann angenommen werden, dass es durch Stressoren und Traumatisierungen zu einer Dysfunktion der Schmerz- und Stressverarbeitung auf neuronaler, körperlicher und psychischer Ebene kommt. Schmerzpatienten können im weitesten Sinn Stress nicht richtig verarbeiten und reagieren darauf mit einer gestörten Schmerzwahrnehmung. Dies erklärt die vegetativen Symptome, die Übererregung bleibt im Nervensystem gespeichert.
Chronischer Schmerz ist also oft eine stressinduzierte Erkrankung des schmerzverarbeitenden Systems. Muskelkontraktion und eine tiefe Veränderung in den Faszien sind die Folgen.

SE arbeitet mit dem Nervensystem und ist deshalb eine Methode, die die Konditionierung durch den Schmerz rückgängig machen kann. Der Person das Vertrauen in ihre Fähigkeit zu ermöglichen, über die Körperwahrnehmung wieder einen Zugang zu ihrem biologischen Rhythmus zu finden, ist der Schlüssel erfolgreicher Begleitung durch chronischen Schmerz. Von da aus wird es möglich, die im Nervensystem gehaltene Spannung langsam und stetig abzubauen und zu lösen.

Anhaltende Veränderung entsteht, wenn wir lernen, durch Körperwahrnehmung auf physische Empfindungen und körperbasierte Gefühle zu fokussieren. Dadurch sind wir in der Lage, uns durch physischen und psychischen Schmerz hindurch zu bewegen und Zugang zu finden zu den grundlegendsten Empfindungen von Freude und Wohlsein, Selbstentdeckung und Balance, Selbstregulation und Empowerment, Ganzheit und Neugier und Austausch mit der äußeren Welt.

Chronische Schmerzen und chronische Erschöpfung auch ohne Erinnerung an einen traumatischen Hintergrund können zu den subsyndromalen Störungsbildern einer posttraumatischen Belastungsstörung gehören. In körperlichen Symptomen zeigt sich oft das Wieder-Erleben eines Traumas.